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Doping fürs Gehirn: Lernen macht glücklich

Vergessen Sie die Schrecken der Schulzeit: Wer lebenslänglich lernt, ist zufriedener

Lernen macht glücklich? Von wegen, denken viele. Pauken, Tests, Strafarbeiten, schlechte Noten, sitzen bleiben – leider verbinden die meisten Menschen Lernen mit negativen Erinnerungen an die Schulzeit und können deshalb kaum glauben, dass Bildung wirklich glücklich macht. Doch die Lust am Lernen ist angeboren. Die Natur hat dem Menschen ein großes Maß an Lernbereitschaft mit auf den Weg gegeben, um sein Überleben zu sichern. Das lässt sich schon bei kleinen Kindern beobachten: Sie sind erkennbar begeistert, wenn ihnen etwas Neues gelingt. Sie kämpfen regelrecht darum, Erfahrungen machen zu dürfen, die sie weiterbringen. Also etwas zu lernen. Bis sie zum Beispiel laufen können, sind sie unzählige Male hingefallen, haben aber trotzdem weitergemacht – und zwar von ganz allein, ohne dass ihre Eltern sie dazu anregen mussten. Kein Kind gibt das Laufen auf, wenn es nicht auf Anhieb gelingt. Diese Lust am Weiterkommen ist angeboren ist. Die Natur belohnt die Menschen dafür mit Glücksgefühlen – wie beim Essen, Trinken, Schlafen oder Fortpflanzen.

Mehr Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben

Unser Gehirn befindet sich in einem glücklichen Zustand, wenn es weder unter- noch überfordert ist. Wenn es sich nicht langweilen muss, aber auch nicht unter unerfüllbarem Druck steht. Genau in diesem Zustand kann es optimal denken und lernen. Das sollten wir uns lebenslänglich zunutze machen, auch wenn die Schul- oder Studienzeit längst vorbei ist. Gebildete Menschen haben mehr Möglichkeiten, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Sie können sich bewusst in einen Zustand versetzen, der sie zufrieden macht („juhu, ich habe etwas Neues gelernt“). Vor allem positive Emotionen beflügeln das Lernen. Wenn wir merken, dass uns etwas gelingt, das wir bisher nicht konnten, werden unterschiedliche Stoffe – unter anderem Dopamin – ausgeschüttet. Gute Gefühle beschleunigen den Lernprozess. Der Erfolg stellt sich schneller ein und macht selbstbewusst. Außerdem haben gebildete Leute bessere Kontakte, werden seltener arbeitslos, sind gesünder und können ihre Freizeit effektiver gestalten.

Lernen: Erfolgserlebnisse für den Kopf

Es ist bekannt, dass Geld allein nicht glücklich macht. Wenn aber eine gute Bildung zu einem höheren Einkommen führt, steigen die Chancen auf ein vielseitiges, selbstbestimmtes und deshalb glücklicheres Leben. Also: Machen Sie Fortbildungen, lösen Sie Kreuzworträtsel, gönnen Sie sich Erfolgserlebnisse im Kopf, eignen Sie sich Wissen an, das für Sie nützlich ist. Gehen Sie ins Museum. Nutzen Sie Reisen nicht nur, um am Strand zu liegen. Sorgen Sie mit Wissenserwerb dafür, dass Ihr Glücks- und Lernzentrum anspringt. Den Lohn dafür gibt‘s kurzfristig sofort in Form von Dopamin-Ausschüttungen und langfristig in Form eines zufriedenen Lebens.

Foto: pixabay.com

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