Stress im Urlaub

So vermeiden Sie unnötigen Stress vorm Urlaub

Vorbereiten, packen, organisieren – oft wird die ersehnte Auszeit zur Belastung. Was hilft?

Liegt der Urlaub noch in weiter Ferne, ist die Vorfreude groß. Auszeit, Abschalten, endlich erholen. Was könnte es Schöneres geben? Doch kurz vorm Start wird einem auf einmal mulmig. Es ist noch so wahnsinnig viel zu tun. Der ganze Stress mit dem Packen, Aufbrechen, Unterwegs-Sein. Bloß nicht. Eigentlich will ich jetzt überhaupt nicht weg. Allein die Hin- und Rückreise erleben mehr als ein Viertel aller Urlauber als strapaziös. Und fast die Hälfte ist gefrustet, weil das Hamsterrad des Alltags sich gleich nach der Rückkehr schon wieder dreht. Meistens sogar schneller als vorher, denn man muss ja einiges Versäumte nachholen.

Anstrengend: Habe ich an alles gedacht?

Reisestress beginnt in der Regel nicht am Reisetag, sondern schon davor. Zuhause muss alles gepackt und die Wohnung fertig zum Verlassen gemacht werden. Wer gießt die Blumen? Wer leert den Briefkasten? Was mache ich mit den drei Paketen, die die Nachbarn noch nicht abgeholt haben? Sind alle elektronischen Geräte ausreichend aufgeladen und die passenden Kabel im Gepäck? Sind die Lampen aus, alle Türen verschlossen, der Müll geleert und die Wasserhähne fest genug zugedreht? Hat mein Koffer das für die Flugreise zulässige Gewicht? Auch im Büro herrscht noch lange keine Urlaubsstimmung. Wir arbeiten vor und müssen Vertretungen organisieren. Über allem schwebt immer der Gedanke: Habe ich an alles gedacht? Nichts vergessen? Je mehr man sich verrückt macht, desto höher sind die Ansprüche: Jetzt muss der Urlaub aber auch gelingen. Wird die Erwartung nicht erfüllt, ist die Enttäuschung groß. 25 Prozent aller Urlauber empfinden die angeblich schönsten Wochen des Jahres als belastend.

Mit ein paar Maßnahmen lässt sich Stress vermeiden

Heimlich verlängern Melden Sie sich schon einen Tag früher im Job ab und gönnen Sie sich am Ende des Urlaubs einen Tag zu Hause. So schaffen Sie genug Puffer, um nicht alles auf den letzten Drücker machen zu müssen.

Ansprüche runter Jeder Tag muss harmonisch werden, wir dürfen uns nicht streiten, der Urlaub ist teuer, da darf nichts ausfallen – wer alles perfekt machen möchte, stellt sich selbst ein Bein. Denn die Laune sinkt schon beim ersten Konflikt. Bleiben Sie cool und erlauben Sie es sich auch mal, einfach in den Tag hineinzuleben.

Liste abarbeiten Damit Sie sich nicht immer wieder nervös fragen müssen, ob alles erledigt ist, legen Sie sich eine Liste zu, auf der alle Dinge stehen, die vor der Abreise zu tun sind. Dann wird Punkt für Punkt abgehakt – mit dem guten Gefühl, an alles gedacht zu haben.

Ruhe vorm Smartphone Einfach das Smartphone zu Hause lassen, ist leicht gesagt, denn der Gedanke, etwas Wichtiges zu verpassen, kann genauso quälend sein wie ständiges Daraufstarren. Der beste Kompromiss: Ein- oder zweimal am Tag das Gerät checken, ansonsten aber in Ruhe lassen.

Sich Zeit lassen Auch wenn es verlockend ist, öfters und dafür nur kurz Ferien zu machen, sollten Sie widerstehen. Wer sich wirklich erholen will, braucht zwei Wochen. Oft dauert es ein paar Tage, bis man auch gedanklich in der Auszeit angekommen ist.

Foto: Albert

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