Boxspringbett fürs Leben: Schlafen wie die Könige?

Die wuchtigen Betten mit mehreren Schichten sind im Trend. Was ist dran am Kult ums Boxspringbett?

Einmal angeschafft und nie mehr abgegeben? Das gilt heute bei Betten nicht mehr. Aus billigen Studentenbetten zum schnellen Auf- und Abbauen wird irgendwann ein richtiges Bett. Bei dieser Entscheidung darf es dann ruhig auch etwas teurer sein. Ungestörte Nächte werden schließlich mit dem Älterwerden immer wichtiger. Wer sich etwas Gutes für die Nacht gönnen will und sich auf Bettsuche begibt, steht schnell vor der Frage: Soll es diesmal ein Boxspringbett sein?

Im Schlafzimmer sieht‘s aus wie im Hotel

Einst galten sie als Schlafstätten der Reichen – vorzugsweise in teuren Hotels. Die Betten mit mehreren Schichten versprechen erholsamen Schlaf, Nachtruhe wie auf Wolken und optimale Unterstützung für den schlummernden Körper. Erfunden wurden sie bereits im 19. Jahrhundert. Inzwischen sind Boxspringbetten für jedermann und jedes Budget zu haben. Sie zieren Wohnkataloge und lassen das eigene Schlafzimmer aussehen wie eine schickes Hotelzimmer. Prominente wie Barack Obama sollen drauf schwören.

Boxspringbett: Die Höhe erleichtert das Aufstehen

Statt Lattenrost und Matratze, wie es herkömmliche Betten haben, besteht ein Boxspringbett aus mehreren Schichten. Es thront auf festen, breiten Füßen, sodass Luft auch unterm Bett zirkulieren kann. Der untere Teil besteht aus einem stabilen Holzrahmen mit Federkernmatratze. Darauf wird die Obermatratze wie auf einen Lattenrost gelegt. Eine etwa zehn Zentimeter hohe Auflage, der sogenannte Topper, kommt oben drauf. Der ist zwar keine Pflicht, erhöht aber den Komfort, denn er nimmt Flüssigkeit auf und schützt die Matratze. Boxspringbetten sind relativ hoch, was das Hinlegen und Aufstehen erleichtert. Außerdem halten sie schön warm, wenn die oberste Auflage aus entsprechendem Material ist. Wer allerdings schnell schwitzt, kann Probleme bekommen. Experten kritisieren, dass der Luftaustausch oft nicht ausreicht und Feuchtigkeit nicht optimal abtransportiert wird.

Die Betten sind für Paare komfortabel

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die obere Matratze austauschbar ist. Denn wenn sie mit der Zeit Kuhlen bildet, verliert sie ihren Wert. Das Wichtigste ist ausführliches Probeliegen. Auf keinen Fall darf man zu tief einsinken, auch wenn es sich erst einmal recht gemütlich anfühlt. Die Matratze sollte nicht zu weich sein. Sie sollte aber so nachgeben, dass die Wirbelsäule beim Schlafen nicht gekrümmt liegt. Und wie sieht es für Paare aus? Die stören sich im Boxspringbett weniger als in herkömmlichen Betten. Die untere Matratze gleicht Bewegungen im Schlaf aus, die obere ist häufig zweigeteilt, sodass die Partner auch auf unterschiedlich harten Matratzen schlafen können. Wer den Liebsten auf zwei Liegeflächen zu sehr vermisst, schafft mit Hilfe des Toppers eine durchgehende Fläche.

Das Boxspringbett ist discounterfähig

Dass die Betten in den letzten Jahren immer erschwinglicher wurde, liegt daran, dass längst nicht jeder sich nur feinste Naturmaterialien in Handarbeit wünscht. Einfaches Holz und Auflagen mit Polyesteranteilen machen günstige Herstellung möglich und Boxspringbetten discounterfähig. Fünfstellige Preise müssen nicht mehr sein. Die edel aussehenden wuchtigen „Kisten mit Federn“ (so die Übersetzung aus dem Amerikanischen) gibt‘s ab 600 Euro bei Möbel-Discountern. Auch Hersteller wie Ikea haben das günstige Luxusbett mit verschiedenen Modellen bereits salonfähig gemacht.

Foto: fri/marimedia

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