Naschen im Advent: Wie geht das ohne Frust danach?

Lebkuchen und Co. müssen jetzt sein. Herrlich, wenn das ohne Bauchweh und Zusatzpfunde klappt

Die Dinger schmecken einfach gut. Nach Kindheit und Weihnachten, nach Vorfreude und Zuckerguss. Einmal mit dem Naschen angefangen, gibt es oft kein Halten mehr. Ob Zimtsterne, Lebkuchen, Marzipankartoffeln, Schoko-Nikoläuse oder Stollen – die süßen Zuckerbomben gehören zur Weihnachtszeit wie Tannenbaum und Kerzenschein. Auch wenn wir uns jedes Jahr vornehmen, sie endlich zu verbannen, halten sie doch wieder Einzug – als Geschenk, als Pflichthäppchen im Büro (damit die Spender nicht traurig sind). Oder damit man selbst nicht als Lustfeind dasteht. Die Rechtfertigung ist schnell zur Hand: Ist ja nur einmal im Jahr. Man gönnt sich ja sonst nichts. Im Advent brauche ich das einfach.

Klasse statt Masse: Kein Abschied für immer

Das hat leider oft fiese Folgen: Bauchschmerzen, Blähungen, Reue, schlechtes Gewissen, zusätzliche Pfunde, Frust. Klar, niemand möchte ernsthaft Abschied für immer von den lieben Weihnachtsplätzchen nehmen. Doch ein paar Tipps für Klasse statt Masse machen uns das Ganze etwas leichter. Probieren Sie einfach mal aus, ob Sie mit einer dieser Maßnahmen besser das richtige Maß finden:

1. Vorfreude steigern: Ein süßer Traum für jeden Sonntag

Legen Sie naschfreie Zeiten fest und halten Sie die ein. Zum Beispiel: Ich beherrsche mich die ganze Woche und erfülle mir dann an jedem Adventssonntag einen süßen Traum. Am ersten die ersten Dominosteine (magisch nach einem Jahr Abstinenz), am zweiten Lebkuchen (lecker), am dritten Spekulatius (lang ist es her) und Marzipankartoffeln (allein das Wort!) und am vierten alles, was bis dahin noch nicht dran war. Wer das durchhält, wird belohnt. Die Sonntags-Naschis schmecken extra gut, weil sie nicht heimlich nebenbei mit schlechtem Gewissen verdrückt werden.

2. Standhaft bleiben auf Zeit: Nur gucken, nicht anfassen

Das schaffen Sie nicht und wollen statt dessen die verführerischen bunten Teller einfach verbannen? Anfängerfehler. Wer nicht allzu vergesslich ist, findet die eigenen Lager sowieso wieder. Viel wirkungsvoller ist das, was Schoko- oder Keks-Diäten empfehlen: Die ganze Pracht gut sichtbar ausbreiten und dann tagelang nicht drangehen. Jedes Nicht-Zugreifen darf als Erfolg gefeiert werden, der nach (drei, vier, fünf oder – für die Streber – sogar sechs) Tagen mit einem Plätzchen-Festmahl gefeiert wird.

3. Lust-Reduktion: Naschen mit vollem Magen

Wer nicht so einen langen Atem hat, setzt auf kurzfristige erste Hilfe: Süßes ist erlaubt, aber nur als Dessert nach dem Mittagessen (da geht ohnehin nicht mehr viel rein) oder nach dem Frühstück (auch so eine Zeit, in der man sich selten überfrisst). Zwischendurch (und natürlich auch nach dem Abendessen) bleiben Zimtsterne und Vanillekipferl unberührt.

4. Zeit gewinnen: Weihnachtsmänner aus der Kälte

Sie möchten Ihre kleinen Lager nicht missen, wissen aber, dass die Lust darauf manchmal zu ungünstigen Zeiten kommt? Beugen Sie vor. Verwahren Sie Schoko-Weihnachtsmänner und Co. einfach in der Tiefkühltruhe. Dann dauert‘s ein paar Stunden, in denen Sie darüber nachdenken können, ob und wenn ja wie viel Sie wirklich wollen.

Fotos: Albert

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