Gute Freunde

Gute Freunde sind selten: Nur auf die Hälfte ist Verlass

Eine Studie zeigt: Ein Großteil der Deutschen ist von mindestens einem Freund genervt

„Ich habe super gute Freunde in großen Mengen.“ Wer das von sich behaupten kann, steht gut da. Andere beneiden ihn – vor allem, wenn es bei ihnen selbst eher trüb aussieht mit der Anzahl echter Freunde. Erstaunlich viele entsprechen der Statistik und haben nur ein paar Freunde, von denen die Hälfte auch noch mehr nervt als beglückt. Zwei Drittel der Deutschen stehen regelmäßig mit Leuten in Kontakt, mit denen es öfters zu Konflikten kommt. Im Facebook-Freunde-Zeitalter, in denen eine Freundschaft schon mit einem Klick zu haben ist, erscheint das recht traurig. Es entspricht aber der Realität und ist vielleicht gar nicht so deprimierend, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Im Durchschnitt erleben wir nur drei Leute als gute Freunde

Das Institut myMarktforschung.de hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage Deutsche zwischen 18 und 70 Jahren nach Anzahl und Qualität ihrer sozialen Kontakte befragt. Die Ergebnisse: Wir haben im Durchschnitt sechs Freunde, aber nur drei davon erleben wir als wahre Freunde. Zwei Drittel zählen zu ihren regelmäßigen Kontakten Leute, mit denen es öfters zu Konflikten kommt. Steigt das Einkommen, wächst auch die Zahl der Freunde um bis zu vier, von denen allerdings nur einer wirklich zählt.

Die Menschen sind mit wenigen Freunden oft besser bedient

Psychologen sehen darin kein Problem. Im Gegenteil. US-amerikanische und englische Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen, die nicht oft umziehen, sondern einen großen Teil ihres Lebens am gleichen Ort verbringen, mit wenigen Freundschaften besser bedient sind als mit vielen. Insbesondere wer wenig Geld hat, erlebt wenige enge Freunde als beglückender. Wer mehr verdient, erweitert sein Netzwerk mit einer höheren Wahrscheinlichkeit. Um die 30 Bekannte machen demnach zufrieden. Diese Kontakte bereichern das Leben, gelten aber nicht automatisch als verlässlich, was die Reichen auch weniger wichtig finden als die Ärmeren. Der Grund: Wer genug verdient, kann im Notfall für sich selbst sorgen und ist nicht auf Freunde angewiesen. Und wie sieht es bei den Geschlechtern aus? Es stimmt nicht, dass Frauen mehr Freunde haben als Männer, weil sie kontaktfreudiger sind. Im Durchschnitt haben beide Geschlechter gleich viele freundschaftliche Kontakte.

Foto: pixabay.com

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