Zähne werden immer besser

Gute Pflege: Unsere Zähne werden immer besser

Kinder wachsen zunehmend ohne Karies auf, und nur noch jeder achte Senior ist zahnlos

Gute Nachricht für alle Generationen: Unsere Zähne werden immer besser. „In Deutschland hat sich die Mundgesundheit in den letzten Jahrzehnten über alle Altersgruppen hinweg stark verbessert“, lautet das Fazit der fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie, die das Institut der Deutschen Zahnärzte herausgegeben hat. Das liegt vor allem daran, dass sich die Erkenntnis „Zähneputzen lohnt“ durchgesetzt hat und man heute schon bei Kleinkindern damit anfängt. Mehr als 80 Prozent der 12-Jährigen haben kariesfreie Zähne.

Gute Zähne bedeuten Lebensqualität

Vor zwanzig Jahren waren es nur halb so viele. Junge Erwachsene haben durchschnittlich 11 kariöse, fehlende oder gefüllte Zähne. 1997 hatte diese Altergruppe noch 16 Problemzähne. Auch bei den Älteren sieht es gut aus: In der Altersgruppe der jüngere Senioren hatten Männer und Frauen vor zwanzig Jahren noch 24 behandlungsbedürftige Zähne, heute sind es 18. Zahnlos ist nur noch jeder achte Senior zwischen 65 und 74 Jahren; 1997 war es noch jeder vierte. „Die Deutschen gewinnen damit an Lebensqualität“, sagt Andreas Rainer Jordan von der Universität Witten/Herdecke. Die Gründe für die positive Entwicklung sieht der Experte vor allem darin, dass die meisten Deutschen regelmäßig zur Kontrolle gehen, Kinder bereits in der Kita und später in der Schule das Zähneputzen lernen und dass Flouride über die Zahnpasta und über Speisesalz wirken.

Wer arm ist, hat schlechtere Zähne

Allerdings bleibt ein Unterschied zwischen den sozialen Schichten. Wer arm ist, hat schlechtere Zähne. Kinder mit niedrigem Sozialstatus haben dreimal mehr Karies als der Rest. Wohlhabende Erwachsene gehen öfter zum Zahnarzt als Gleichaltrige mit einem geringen Einkommen. Das könnte sich in Zukunft ändern. Professor Jordan: „Unsere zukünftige Aufgabe besteht darin, die Auswirkungen der sozialen Unterschiede auf die Mundgesundheit komplett zu beseitigen.“ Ein wichtiger Schritt in diese Richtung: Gruppenprophylaxe in Kitas erreicht die Kleinsten unabhängig von ihrer Herkunft.

Foto: pixabay.com

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