Artenvielfalt: Tiere retten mit dem eigenen Garten

Wilde Ecken: Was Gartenbesitzer für Bienen, Hummeln und Co. tun können

Ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten sind in Deutschland gefährdet, wie der Artenschutzbericht der Bundesregierung zeigt. Viele Gartenbesitzer möchten etwas dagegen tun, ergab eine Umfrage der BHW Bausparkasse. Dabei sagten zum Beispiel 91 Prozent, dass sie auf chemische Unkrautvernichter verzichten, um Pflanzen und Tieren einen gesicherten Nahrungs- und Lebensraum zu bieten. 83 Prozent würden einen Komposthaufen einrichten und 74 Prozent der Deutschen sind bereit, den Rasen seltener zu mähen. 75 Prozent der Gartenbesitzer wollen zudem Pflanzen wie Chinagras oder Bambus, die bei uns nicht heimisch sind, aus ihrem Garten verbannen oder Kiesflächen in Grün umwandeln. „Deutschlands Gartenbesitzer sind besonders aktive Artenschützer“, sagt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse.

Platz zum Erholen und für Tiere

Der Umfrage zufolge stört sich nur jeder vierte Gartenliebhaber daran, wenn der Nachbar Wildwuchs zulässt. Dabei tun sich die Männer mit 26,4 Prozent schwerer, auf einen akkuraten Rasen zu verzichten als Frauen (17,7 Prozent). Bei der Frage, was ihnen am Garten besonders wichtig ist, sind sich die Deutschen einig: Für mehr als 90 Prozent soll der Garten Platz zum Erholen und Lebensraum für Insekten, Bienen und Kleintiere bieten.

Setzen Sie auf natürlichen Wildwuchs

Die besten Karten hat dabei, wer auf natürlichen Wildwuchs setzt. Denn dann gedeihen Blüten vom Frühjahr bis zum Herbst üppig und farbenfroh. Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse versorgen die ersten Insekten des Jahres. Wildblumen blühen den ganzen Sommer lang – eine nach der anderen. Grashüpfer und Marienkäfer lieben auch sogenanntes Unkraut, Gräser und Klee. „Am besten eine wilde Ecke im Garten einrichten und dann nicht mähen und nicht betreten“, rät BHW-Sprecher Ralf Palm.

Schmetterlinge mögen Lavendel

Ebenfalls optimale Voraussetzungen für den Schutz der Artenvielfalt bieten Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, die auch bei uns gedeihen. Dazu gehören Lavendel, Thymian und Oleander, die ideale Orte für Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln und Co. sind. Im Winter sollte man die Pflanzen aber ins Haus holen, daher sind Kübel aus Terrakotta ideal.

Foto: Sinnlichtarts, 43718292, Adobe Stock/BHW Bausparkasse

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