Glück Sinn

Zufrieden leben: Sinn ist viel mehr als Glück

Paradies wäre langweilig. Lesen Sie hier, warum sinnvolle Tätigkeiten zu tiefem Glück verhelfen

Wie erlebe ich Glück? Es klingt erst einmal paradox. Wir wünschen uns ein angenehmes, stressfreies und leichtes Dasein. Wenn wir es hätten, wären wir auch glücklich, aber dieses Glück reicht nicht für ein sinnerfülltes Leben. Es wäre – salopp gesagt – langweilig, stressfrei im Paradies zu wandeln. Denn auch wenn es uns selbst nicht klar ist: Bedeutung ist für uns wichtiger als Glück. Man darf also Dinge, die Sinn stiften, nicht mit Dingen verwechseln, die glücklich machen. Am Beispiel von Eltern und Kindern lässt sich das verdeutlichen.

Eine höherer Sinn tut gut und verlängert das Leben

Im Durchschnitt empfinden Mütter und Väter von heranwachsenden Kindern sich selbst nicht als sonderlich glücklich. Eltern stehen oft unter Druck, sind überfordert, haben Angst, können also nur selten schwereloses Glück empfinden. Kinderlose hingegen fühlen sich häufiger wunschlos glücklich. Trotzdem geht es den Eltern langfristig besser. Ihre Kinder geben ihrem Leben einen höheren Sinn. Und der wiederum tut über den Augenblick hinaus gut, vermittelt eine angenehme Grundzufriedenheit und verlängert sogar das Leben.

Auch in schweren Zeiten einen Sinn sehen

In Studien konnte belegt werden, dass nicht nur die Seele, sondern auch der Körper profitiert, wenn wir einen Lebenszweck haben. Mit dem Wissen, etwas Gutes zu tun, sinkt zum Beispiel der Wert des Stresshormons Kortisol, während er steigt, wenn wir Konkurrenz ausstechen wollen. Wer sein Leben als sinnvoll empfindet, wird mit schädlichen Entzündungsreaktionen, mit Einsamkeit und mit schlimmen Diagnosen besser fertig. Wer auch in schweren Zeiten einen Sinn sieht, überwindet sie leichter.

Bedeutung, die über Verdienen und Konsumieren hinausgeht

Wie gibt man seinem Leben eine Bedeutung, die über Geldverdienen und Konsumieren hinausgeht? Zum Beispiel in dem man …

… gute Beziehungen zu anderen pflegt und in einer Gruppe von Menschen das Gefühl hat „Ich gehöre dazu“.

… einem Ziel nachgeht, mit dem man einen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann.

… die Fähigkeit besitzt, auch in ungeliebten Tätigkeiten einen Sinn zu sehen und sie deshalb erfolgreich zu bewältigen.

… aus Schlechtem etwas Gutes machen kann („das war zwar schwierig, aber ich habe daraus gelernt“).

… Verbindungen zu Höherem sucht. Das kann Spirituelles ebenso sein wie Religiöses oder großartige Naturerfahrungen.

Fazit: Wer die Jagd nach dem schnellen Glück durch äußere Einflüsse aufgibt und statt dessen nach Sinn sucht, konzentriert sich auf sich selbst, findet inneres Gleichgewicht und erlebte von ganz alleine tiefere Glücksmomente.

Foto: Albert

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