wie oft was waschen

Bettwäsche, Handtücher und Co.: Wie oft was waschen?

Um Ressourcen zu schonen, aber trotzdem einigermaßen sauber zu leben, gibt es Regeln

Immer wieder streiten sich die Geister: Wie oft sollte man Bettwäsche, Handtücher und Co. eigentlich waschen? Ist es Ermessenssache? Wo verläuft die Grenze zwischen übertriebener Hygiene und falscher Sparsamkeit? Ganz pauschal lässt sich das nicht sagen. Denn es kommt natürlich drauf an, wie verschmutzt die einzelnen Sachen sind. Dennoch gibt es Faustregeln:

Duschvorhänge

Sie schimmeln leicht und sollten deshalb nach jedem Duschen gut ausgebreitet trockenen. Auch wenn sie nicht mehr taufrisch aussehen, müssen sie nicht gleich ausgetauscht werden. Zwischendurch kann man sie mit einem Lappen waschen, etwa alle drei Monate in die Waschmaschine bei 30 Grad stecken und zum Trocknen einfach wieder aufhängen.

Handtücher

Hier wird gerne übertrieben. Wenn alle gesund sind, müssen sie Zuhause nicht täglich gewechselt werden. Lassen Sie Handtücher immer gut trocknen, damit Bakterien darin nicht wachsen können. Dann reicht eine Wäsche pro Woche. Das gilt auch für Badvorleger. Fürs Gesicht empfiehlt sich ein Extrahandtuch, das auch öfter mit in die Maschine kommt.

Geschirrtücher

Sind sie häufig feucht und mit Essensresten verschmiert? Fangen sie schon an zu müffeln? Dann ruhig nach zwei Tagen wechseln. In der Küche finden sich viele Keime. Das gilt auch für Putz- und Spüllappen.

Teppiche

Hier ist Augenmaß gefragt. Viel benutzte Teppiche sollten einmal im Jahr gründlich gereinigt werden. Liegen sie in Räumen, die kaum – oder wenn nur ohne Schuhe – betreten werden, ist es seltener nötig.

Kuscheltiere

Auch da kommt es drauf an, wie stark sie bespielt und geliebt werden. Finden Sie ein Etikett mit Angaben zur Waschbarkeit, kann das Tier in die Maschine. Ansonsten ist eine vorsichtige Handwäsche sicherer. Flecken vorbehandeln und dann in warmer Seifenlauge waschen, vorsichtig auswringen und an der Luft trocknen. Bei ganz alten Modellen sind Sie auf der sicheren Seite, wenn sie Teddys und Co. in die Reinigung bringen.

Bettwäsche

Wir verbringen viel Zeit im Bett und schwitzen dabei ordentlich. Alle zwei Wochen waschen ist der Standard, wenn das Bett nachts zum Schlafen und tagsüber auch als Sofa genutzt wird. Wer nicht viel schwitzt, keine Haustiere in sein Bett lässt und auch keine Hausstauballergie hat, darf Bettwäsche und Laken auch mal vier Wochen nicht wechseln. Der Schlafanzug sollte allerdings nicht so lange durchhalten. Spätestens nach vier bis fünf Tagen entwickelt er ein Milieu, in dem sich Bakterien und Keime zu wohl fühlen.

Übrigens: Das Wäschekochen bei 90 Grad gilt als überholt. Die meisten Sachen werden schon bei 40, vieles sogar bei 20 oder 30 Grad sauber. Für Handtücher oder Badvorleger sollte die Maschine einmal im Monat 60 Grad erreichen, damit Keime abgetötet werden.

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Fotos: Albert

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