Größere Kinderzimmer: Mehr Platz für Frieda und Henry

Wie groß sollte ein Kinderzimmer sein? Bei knappem Wohnraum helfen ein paar Tricks

Kinder, wie die Zeit vergeht – und wie sich das Verhältnis von großen zu kleinen Leuten in der Familie in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Im Jahr 1967 lag die normierte Empfehlung für ein Kinderzimmer bei 8,5 Quadratmetern. In viele Wohnungen und Häusern aus dieser Zeit sieht man das auch heute noch. Dabei wünschen Eltern sich mittlerweile etwas ganz anderes: nämlich mindestens das Doppelte für ihren Nachwuchs. Eine Umfrage ergab, dass die ideale Größe für ein Kinderzimmer aus Sicht der Erwachsenen inzwischen bei 16 bis 20 Quadratmetern liegt. Mama und Papa meinen es gut mit Emily, Mathilda, Jonah, Frieda, Karl oder Henry.

Kleine Zimmer geschickt nutzen

Wo Wohnraum knapp oder ein kleinteiliger Grundriss vorgegeben ist, stellt sich deshalb für Familien die Frage: Wie lässt sich der bestehende Raum so gestalten, dass die Kinder möglichst viel davon haben? Bei Fertighaus-Anbietern werden im Schnitt 14 Quadratmeter für den Nachwuchs eingeplant. Doch auch ein kleineres Zimmer kann viel Platz zum Spielen, Lernen und Entspannen bieten, wenn man den vorhandenen Raum geschickt nutzt.

Zwei Ebenen: Oben schlafen, unten spielen

Hochebenen sind eine Möglichkeit, in Räumen, die zwar klein, aber hoch sind, zusätzliche Quadratmeter rauszuholen. Indem zwischen den Wänden Holzbalken eingezogen werden, entsteht unter der Zimmerdecke ein Raum zum Schlafen oder Ruhen. Gleichzeitig bleibt auf dem Boden mehr Platz zum Spielen und Toben. An den Balken lässt sich auch eine Schaukel anbringen – die später für den Schreibtisch Platz macht.

Vom Kinder- zum Jugendzimmer

„Bei der Gestaltung von Kinderzimmern, ist es besonders wichtig, in die Zukunft zu denken, damit es auch als Jugendzimmer funktioniert“, sagt BHW-Expertin Stefanie Binder. „Das ideale Kinderzimmer ist möglichst wandelbar.“ Eine weitere Herausforderung: Wohnen, Schlafen und Arbeiten fallen bei Jugendlichen zusammen. Um die drei Bereiche voneinander zu trennen, bietet es sich an, ein Podest einzubauen, auf dem der Schreibtisch oder das Bett stehen kann. Enthält das Podest außerdem Schubladen, entsteht selbst im kleinsten Zimmer viel Stauraum.

Raumteiler: Ein Zimmer für zwei

Auch für Geschwisterzimmer gibt es Tricks. Eignet sich der Raum nicht dafür, eine Trennwand einzuziehen, kann man ihn optisch teilen, etwa mit einer halben Wand oder unterschiedlichen Wandfarben. So bekommt jedes Kind einen eigenen Bereich, den es selber gestalten darf. Auch Schränke, Regale, Vorhänge oder Paravents eignen sich als Raumteiler.

Foto: Oyoy/BHW Bausparkasse

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