Saisonwechsel im Schrank: Raus mit den Wintersachen

Schrankausmisten kann richtig gute Laune machen. Mit ein paar Tricks geht‘s leichter

Den Winter haben sie in Schubladen unterm Bett oder in Tüten auf Dachboden verbracht. Jetzt kommen bunte T-Shirts, gestreifte Blusen, helle Hose und leichte Kleider endlich wieder ans Licht. Doch wohin mit den sommerlichen Sachen, wenn der Schrank voll ist? Der Saisonwechsel im Kleiderschrank ist eine gute Gelegenheit, mal wieder richtig auszumisten, um sich über neuen Platz zu freuen. Gehen Sie am besten mit System in einzelnen Schritten vor.

Bestandsaufnahme: Alles muss raus

Holen Sie erst einmal alles aus dem Schrank, was in den Fächern liegt und an den Kleiderstangen hängt. Am besten breiten Sie die Klamotten auf dem Bett oder auf einem großen Tisch aus. Hüten Sie sich jetzt vor Ausreden. Meist sind Schränke überfüllt, weil wir uns nicht trennen können. Viele behalten Ungeliebtes oder Unmodernes ewig, weil sie meinen „Das wird bestimmt wieder modern“ oder „Wenn ich fünf Kilo los bin, trage ich es“ oder „Meine Tochter freut sich später drüber“. Vergessen Sie’s. Bis auf ein paar Klassiker zieht man alles nicht mehr an, was länger als zwei Jahre nicht getragen wurde.

Mit System: Abschied nehmen oder abwarten?

Wenn Sie dann vor einem Berg mit Wintersachen stehen, brauchen Sie ein System, nach dem Sie sortieren. Meist wird getrennt zwischen Lagern, Verkaufen, Verschenken, Wegwerfen und Erst-mal-abwarten. Lieblinge, die den Winter überleben sollen, müssen frisch gewaschen und gut getrocknet ins Lager. Hängende Kleidung hält in beschrifteten Kleidersäcken sehr gut. Pullis, Hosen, Röcke und Co. können zusammengefaltet in Koffern oder Kisten gelagert werden. Wenn Keller oder Dachboden zu feucht sind, eignen sich Unterbettkommoden aus Plastik als Lager im Schlafzimmer. Fotografieren Sie, was in welche Kiste oder Tüte kommt. So finden Sie schnell etwas wieder, wenn Sie zwischendurch etwas suchen. Das Aussortieren fällt gleich etwas leichter.

Zustands-Check: Verkaufen oder entsorgen?

Gut Erhaltenes, das nicht mehr passt oder gefällt, können Sie verkaufen. Was keiner mehr will, wird bei gemeinnützigen Kleidersammlungen weiter verwendet. Kaputte Klamotten gehören nicht in den Hausmüll, sondern in den Altkleidercontainer zum Recyceln. Passen hochwertige Markensachen nicht mehr, lassen sie sich in Secondhand-Läden, auf Flohmärkten oder über Ebay weiterverkaufen. Auch auf Tauschbörsen (zum Beispiel www.kleiderkreisel.de) wird man Gebrauchtes los. Wichtig: Ein scharfes Foto, eine ehrliche Beschreibung, eventuell Originalverpackungen und Kaufquittungen.

Keine Entscheidung möglich? Ab in die Kiste

Schwierigkeiten machen meist die Sachen, die in der vergangenen Saison nicht besonders beliebt waren, von denen man sich aber trotzdem nicht trennen mag. Damit die im Sommer nicht zu Schrank-Verstopfern werden, kommen sie in eine Kiste mit Aufschrift („Winter – kaum getragen“). Im nächsten Herbst überlegen Sie dann noch mal neu.

Foto: Albert

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